Tipp: Angela Glajcar. Not a cruise, a crossing

25. Juli – 18. Oktober 2026 Galerie Stihl Waiblingen

Foto: Angela Glajcar (c) Christine König

Die Galerie Stihl Waiblingen präsentiert erstmals in Deutschland eine monografische Ausstellung der international renommierten Künstlerin Angela Glajcar. Anhand von zwölf Werkgruppen eröffnet sich ein umfassendes Panorama ihres künstlerischen Schaffens, das Papier als skulpturales Material neu definiert. Die Schau spannt einen Bogen über 21 Schaffensjahre und kulminiert in einer monumentalen Installation, die die Papierbildhauerin eigens für die Galerie Stihl Waiblingen konzipiert hat. Dieses vor Ort entstandene Werk geht in einen bislang einzigartigen Dialog mit dem architektonisch einmaligen Gebäude.

Glajcar entwickelte einen neuen Umgang mit Papier

Angela Glajcar hat an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg Bildhauerei studiert und arbeitete zunächst mit Holz und Metall. Glajcar entdeckte während der Konzeption ihrer schweren Skulpturen die kraftvolle Flexibilität des häufig als fragil bezeichneten zweidimensionalen Werkstoffs Papier, der, entsprechend bearbeitet, eine imponierende räumliche Präsenz entfalten kann. Ihre oft ortsspezifisch entstehenden Installationen aus geschichteten, großformatigen Papieren ermöglichen spannende Ein- und Durchblicke und üben durch ihre Tiefenwirkung eine besondere Sogkraft auf die Betrachtenden aus. Räumliche Gegebenheiten wie Lichteinfall und Windspiel beeinflussen die atmosphärische Präsenz der mal zerbrechlich, mal monumental wirkenden Papierarbeiten und verändern ihr Erscheinungsbild. 

Dr. Anja Gerdemann, Leiterin der Galerie Stihl Waiblingen, betont: „Angela Glajcars Umgang mit dem Medium Papier ist ungewöhnlich: Ihre Technik des Reißens ist einerseits bildhauerische Methode, andererseits auch von zeichnerischer Qualität. Diese Ambivalenz ist enorm anziehend und wird in unseren Räumen eine ganz eigene Wirkmacht entfalten. Man denke nur an die besonderen Lichtverhältnisse bedingt durch die gläserne Fassade. Zudem stehen beeindruckende 500 Quadratmeter stützenfreier Raum für die Präsentation der abstrakten Formenwelt Angela Glajcars zur Verfügung.“

Mentorin sucht produktiven Austausch mit kreativen Menschen


Die Künstlerin erfüllt nicht nur auf Grund ihres außergewöhnlich-innovativen Ansatzes in der Auseinandersetzung mit dem Werkstoff Papier die Bedingungen als Hauptstipendiatin. Geboren 1970 und inzwischen etablierte Künstlerin, sieht Glajcar ihre Rolle explizit in der Begleitung des Nachwuchses. Sie sagt: „Das kollegiale Miteinander mit anderen Positionen der zeitgenössischen Kunst schätze ich sehr. Als junge Künstlerin habe ich auch und gerade in der Abgrenzung von meinen akademischen Lehrern profitiert.“ Auf ihre Rolle als Mentorin angesprochen, drückt Angela Glajcar ihre Freude hinsichtlich der Arbeit in Waiblingen aus: „Sehr gerne stelle ich meine Erfahrung der nächsten Generation zur Verfügung. Von der gemeinsamen Arbeit erhoffe ich mir einen produktiven Austausch mit kreativen Leuten, die sich gerade selbst erfinden. Außerdem bin ich sehr gespannt darauf, mit den Menschen in Waiblingen in Dialog zu treten.“ Angela Glajcar, Preisträgerin namhafter Auszeichnungen, wird den Nachwuchs während der Werkphase im Sommer 2026 in der Galerie im Kameralamt begleiten. Sie selbst wird im Ausstellungsraum der Galerie Stihl Waiblingen arbeiten.

Weitere Informationen zur Ausstellung: Angela Glajcar. Not a cruise, a crossing | Galerie Stihl Waiblingen

Stadt Waiblingen
Galerie Stihl Waiblingen
Eva Mayr-Stihl Platz 1
71332 Waiblingen

Montag: geschlossen

Dienstag bis Sonntag: von 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Donnerstag: von 11:00 Uhr bis 20:00 Uhr, auch an Feiertagen

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