
Wie’s nach dem Tod wird? – Dir ziemlich schwer…
kein Grund zum Neid dort; freu dich – nicht sehr!
nicht doch, mein Seelchen, was flößt dir Angst ein?
– Fegfeuer, Flammenbrand, höllische Pein?
viel zu human ist das, sanft, viel zu lau…
Wie’s nach dem Tod wird? Wie vorher, genau
Geschrieben: 1992-1996
© J. H. Krchovský, * 22.04.1960, Praha, Tschechische Republik
lebt in: Brno, Tschechische Republik
Aus: Leda s labutí. Brno: Host, 1997, Aus dem Tschechischen übersetzt von Urs Heftrich
JAK BUDE PO SMRTI? – TOB? DOST T?ŽCE…
není co závid?t; net?š se, – t?š se!
ale ne, duše má, ?eho ses lekla
– o?istce, mu?ení, plamen? pekla?
to je moc humánní, mírné a všední…
Jak bude po smrti? Tak jako p?ed ní
Geschrieben: 1992-1996
© J. H. Krchovský
Aus: Leda s labutí. Brno: Host, 1997
Und für alle, die sich nun wundern, dass ich zur Hoch-Zeit des Sommers so ein Gedicht in die Welt entlasse: mir war danach. Das Leben zu hinterfragen (und auch den Tod) kann man zu jeder Jahreszeit und bei jeder Temperatur 😉

Liebe Manuela …. Wie recht du hast! Je älter ich werde kommen mir auch diese Gedanken.
Las ich vor Zeiten, jemand ist mit 85 Jahren verstorben, dachte ich: das ist ja auch eingesegnetes Alter!
Heute sind es dann nur noch wenige Jahre – wie schade! ?
Liebe Grüße
Hannelore
Ja ich glaube das ist normal. Ich denke auch immer, wenn ich höre, dass jemand mit 80 stirbt „oh Gott, so jung“? Aber das wird mitunter daran liegen, so wie du es schon sagst, dass je älter man selbst wird, ein anderes Bewusstsein für Alter, Zeit und schnell vergehende Zeit entwickelt.
Was früher noch als man ganz jung war für EWIG hielt, wird mehr und mehr zum Wimpernschlag. Danke dir für deine Worte.
Liebe Grüße
Manuela
I’m glad you felt like it. The poem is thoughtful, if in a provocative way (to me). The work „Longing“ is also thoughtful, though to me in an easier way. By which I mean I could look at the work and parts of it over a long while.