Ausstellungstipp: Cristina Perneta – Persönliche Visionen

Ah wie schön war es das Jahr 2024 mit einer Reise auf die mir unbekannte Insel Madeira zu unternehmen. Ich berichte noch. Aber worauf ich direkt aufmerksam machen möchte ist die portugiesische Künstlerin Cristina Perneta, deren Ausstellung „Sincronicidade“ (Synchronizität) wir im Museu Casa das Mudas in Calheta gesehen haben. Ein unbedingtes Muss für diejenigen, die es noch in diesem Jahr nach Madeira zieht! Die Ausstellung ist noch bis zum 31.März 2024 zu sehen.

Das Museum ist in verschiedene Bereiche und Gebäude unterteilt und ihre Ausstellung, die übrigens kostenlos zu besichtigen ist, befindet sich direkt oben an den Parkplätzen/ bzw. an der Strasse.

Nicht nur fand ich die Präsentation unglaublich stimmig und toll ausgerichtet, ihre Werke und ihre Arbeitsmethode haben mir besonders gut gefallen.

Fotos: Manuela Mordhorst, alle Gemälde: Cristina Perneta

So sammelt sie selbst Erden und Steine von Madeira und stellt aus ihnen Pigmente her, mit denen sie ihre Werke herstellt. Auch ich mache das sehr gerne und nutze selbst hergestellte Erden und Pigmente als Farben oder Füllmaterial.

Ich musste an eine meiner Teneriffa-Werkserien denken, insbesondere an diese, bei der auch ich selbst gesammelte Erden von der Insel selbst weiterverarbeitet und für die Bilder verwendet habe. Ein Stück Teneriffa direkt auf und in den Bildern.

Und so erkennt man augenblicklich in ihren Werken die Bezogenheit zu Madeira. Man erinnert die knorrigen Lorbeerbäume im Wolkennebel, man erkennt die orangeroten Felsen aus Vulkangestein. Und so wurden wir bezaubert und fasziniert und konnten beseelt den Tag fortsetzen, reich an Eindrücken und neuen Ideen.

Info: Über ihren Webshop kann man u.a. auch Pigmente und Farben erwerben, die sie selbst hergestellt hat.

8 Comments

  1. das mit dem Sammeln von Erden um selbst Farben zu produzieren, finde ich sehr interessant. ich glaube, so haben die Maler früherer Zeiten immer gearbeitet.

    1. Ja haben sie auch, sie haben Gesteine genommen, Halb- und Edelsteine und diese zerstoßen (zerstoßen lassen!). Wie dem auch sei, man kann natürlich dieser Tage alle Pigmente fertig kaufen, es wird ja ohnehin zahlreich angeboten. Aber schöner finde ich es immer, wenn man diese selbst sammelt und einen direkten Bezug zu Gesteinen, der Materie und den daraus entstehenden Farbtönen hat. Es bildet eine Einheit, dass man die Farben, die man verwenden möchte selbst hergestellt hat. Es hat fast etwas Meditatives.

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