Tipp: Johannes Grützke. Der Menschenmaler in Aschaffenburg

20.09.2025 – 22.2.2026 | Kunsthalle Jesuitenkirche

Johannes Grützke, Selbstportrait, 2008

Die rund 50 gezeigten Arbeiten bieten einen vielschichtigen Einblick in das Schaffen eines der eigenwilligsten Vertreter der figurativen Malerei in der deutschen Nachkriegskunst.

Johannes Grützke. Johannes Grützke wurde als viertes von fünf Kindern als Sohn des Geschäftsmanns Wilhelm Grützke und seiner Ehefrau Dörthe in Berlin-Karlshorst geboren. Außer während vier Jahren Kriegs- und Nachkriegswirren wuchs er in Berlin-Moabit auf.[1]

„Johannes Grützke studierte von 1957 bis 1964 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin zunächst bei Hans Orlowski und danach als Meisterschüler von Peter Janssen. 1962 nahm er als Schüler an dem von Oskar Kokoschka geleiteten Kurs der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg teil. In Bad Godesberg, wohin er 1964 umzog, hatte er im selben Jahr seine erste Einzelausstellung in der Galerie Pro, die von Johannes Wasmuth geleitet wurde. Im folgenden Jahr, wieder in Berlin, gründete er das Musikensemble Die Erlebnisgeiger, mit dem er unregelmäßig öffentlich auftrat. 1973 war er Mitbegründer der Schule der neuen Prächtigkeit. 1974 veranstaltete der Neue Berliner Kunstverein die erste Grützke-Retrospektive im Schloss Charlottenburg, die anschließend im Kunstverein Freiburg, in der Kunsthalle Nürnberg und dem Mannheimer Kunstverein ausgestellt wurde. Im selben Jahr wurde ebenfalls vom Neuen Berliner Kunstverein die erste Gemeinschaftsausstellung der Schule der neuen Prächtigkeit ausgerichtet. 1986 wurde ihm der Kunstpreis der Heitland Foundation, Celle verliehen.“ (Quelle: wikipedia)

Grützkes kraftvolle Bildsprache, geprägt von intellektueller Schärfe und subversivem Humor, stellt den Menschen konsequent ins Zentrum. Seine Werke zeigen keine idealisierten Abbilder, sondern tragikomische, komplexe und zutiefst soziale Individuen. Über ein halbes Jahrhundert hinweg entstand ein unverwechselbares Œuvre, das mit scharfem Blick Rollenbilder, Maskeraden und gesellschaftliche Absurditäten seziert. In Porträts, Gruppenbildern und szenischen Kompositionen entfaltet sich ein erzählerisches Panorama menschlicher Verhaltensweisen.

Johannes Grützke, Himmel und Hölle, 1980 Öl auf Leinwand, 165 × 135 cm, Privatbesitz, VG Bild-Kunst 2025, Foto: Museen der Stadt Aschaffenburg

Die Ausstellung ist in vier thematische Bereiche gegliedert, die zentrale Aspekte von Johannes Grützkes Schaffen beleuchten.

Weitere Informationen zur Ausstellung: Die Museen der Stadt Aschaffenburg

Öffnungszeiten

Dienstag 10-20 Uhr
Mittwoch bis Sonntag, Feiertage* 10-18 Uhr
Montag geschlossen
* außer 24., 25. und 31. Dezember / 1. Januar / Faschingsdienstag

Barrierefreier Zugang

Offene Führungen:
Jeden Dienstag: ab 18 Uhr
Jeden Sonntag: ab 11 Uhr

Schloss Johannisburg
Schlossplatz 4
D-63739 Aschaffenburg

1 Comment

  1. Thank you for sharing this wonderful exhibition. It offers a powerful and insightful view into Johannes Grützke’s unique artistic voice, highlighting his sharp intellect, expressive figurative style, and deep social observation. A truly enriching and thought-provoking presentation.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert