Museumsinsel Berlin, Bode-Museum | Fotografie erzählt Skulptur | 16.7. – 4.10.2026

Die Sonderausstellung „Fotografie erzählt Skulptur“ bringt die Skulpturensammlung des Bode-Museums in einen dialogischen Austausch mit dem bislang wenig bekannten Fotoarchiv des Hauses. Die seltene Gegenüberstellung von Skulpturen und ihren fotografischen Reproduktionen eröffnet neue Perspektiven auf beide Medien und schärft den Blick für ihre jeweiligen Eigenlogiken.
Wie sehen wir Skulpturen? Oft nicht zuerst im Museum, sondern als Foto in einem Buch oder auf einer Webseite. Fotografien prägen unseren Blick auf die Kunst und sind das wichtigste Medium ihrer Wahrnehmung. Doch jede Aufnahme zeigt nur einen Ausschnitt: Licht, Perspektive, Bildausschnitt und Inszenierung lenken und verändern unseren Zugang zum Werk. Die Ausstellung untersucht das Verhältnis von Skulptur und Fotografie. Sie bringt Werke der Skulpturensammlung des Bode-Museums mit Fotografien aus dem hauseigenen Fotoarchiv in einen Dialog. Aufnahmen aus dem frühen 20. Jahrhundert bis heute zeigen Skulpturen vom 11. bis zum 17. Jahrhundert in wechselnden Ansichten und Perspektiven. Die Rahmenfrage ist, wie Fotograf*innen Skulpturen betrachten, wie sie sie interpretieren und inszenieren. Die Gegenüberstellungen zeigen eindrucksvoll: Fotografien erschaffen eigene Geschichten von
Skulpturen. Und zugleich wird der Blick auf das Original geschärft.

Sektionstexte
Kleine Kunst – große Wirkung
Fotografien können Monumentalität vermitteln, gerade dann, wenn man das Original noch nicht kennt.
Das gilt insbesondere für Objekte, deren Wirkung nicht auf physischer Größe, sondern auf hoher künstlerischer Qualität beruht. Bei der kleinen Elfenbeinkönigin wird dies deutlich: Die virtuos feine Ausarbeitung ihres Throns verleiht der Schachfigur eine beherrschende Präsenz. Dieses Motiv stellt der Fotograf in den Mittelpunkt: Die Dreiviertelansicht des hinteren Teils des Throns lässt die Figur mächtig und geheimnisvoll erscheinen, und unterstreicht ihre zentrale Rolle als Königin im Spiel.
Weitere Informationen zur Ausstellung: Pressemappe vom 16. Juli 2026
Öffnungszeiten
| Montag | geschlossen |
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| Freitag | 10 bis 17 Uhr |
| Samstag | 10 bis 18 Uhr |
| Sonntag | 10 bis 18 Uhr |
