26.3. – 28.6.2026 | Kunstmuseum Moritzburg Halle
Mit einer Intervention von Gintar? Sokelyt?

Zum ersten Mal steht die intensive Lebens- und Schaffenszeit der letzten Jahre Wilhelm Lehmbrucks, einem der bedeutendsten Bildhauer seiner Generation, im Fokus einer Ausstellung. Geprägt von den Auswirkungen des Ersten Weltkriegs, beschäftigte er sich in Bildhauerei, Malerei und Grafik mit den existentiellen Fragen des Menschseins. Lehmbrucks Werke zeugen von Verzweiflung, aber auch von Mitgefühl und berühren heute, in Zeiten, die ebenfalls von Krieg, Zerstörung und Flucht geprägt sind, auf besondere Weise.
Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kunsthaus Zürich und in Zusammenarbeit mit dem Lehmbruck Museum, Duisburg. In einer eigens für die Ausstellung konzipierten plastischen Intervention tritt die Künstlerin Gintar? Sokelyt? in einen Dialog mit Lehmbrucks Kunst.

Lehmbruck arbeitete in Plastik, Malerei und Grafik. Wie der Künstler es bereits zu Lebzeiten gehandhabt hat, präsentiert auch diese Ausstellung die Werke aller drei Medien gemeinsam. Insgesamt sind circa 70 seiner eigenen Werke und weitere Gemälde und Grafiken von Zeitgenossinnen zu sehen, die er persönlich gekannt hat und zu deren Arbeiten künstlerische Verwandtschaften bestehen. Als Vorstandsmitglied der Freien Secession stand er in Berlin im Austausch mit Künstlerinnen wie Otto Mueller, Karl Hofer und Käthe Kollwitz. Während seiner Zürcher Zeit knüpfte er Kontakte zu Alexej von Jawlensky und Kolleginnen der Dada-Bewegung. Davon, wie gut Lehmbruck im kulturellen Leben der Städte Berlin und Zürich vernetzt war, zeugen nicht zuletzt zahlreiche Porträts von Kulturschaffenden und Förderinnen, die ebenfalls in der Ausstellung gezeigt werden.
Wilhelm Lehmbruck. Ewig menschlich
26.3. – 28.6.2026
Kunstmuseum Moritzburg Halle
Friedemann-Bach-Platz 5
D-06108 Halle (Saale)
Tel.: +49-345-212590
Mo, Di + Do – So 10 – 18 Uhr
Eintritt: 8 €, erm. 5 €
www.kunstmuseum-moritzburg.de
