Tipp: Vogelperspektiven – Die Vögel und wir

22. März 2026 – 9. August 2026 Stiftung Kunst und Natur

Mit Xavi Bou, Björn Braun, Christoph Brech, CMUK, Marcus Coates, Dominik Eulberg und Matthias Garff, Ulrike Franke und Michael Loeken, Daniela Friebel, Andreas Greiner, Selbi Jumayeva/ Alisa Verbina/ Olha Vinichenko, Sanna Kannisto, Karin Kneffel, Volker Kreidler, Robin Meier Wiratunga, Anna Yeliz Schentke, Vroni Schwegler, Ina Weber

Matthias Garff, Fitis und Zilpzalp, 2022 © Matthias Garff

Seit jeher üben Vögel mit ihren Gesängen und Rufen, ihren beeindruckenden Flugkünsten und -weiten, ihrem farbenprächtigen Gefieder und ihren besonderen Fähigkeiten eine große Faszination auf uns Menschen aus. Die Ausstellung geht dieser Begeisterung für Vögel in der zeitgenössischen Kunst nach – von der Nachtigall bis zur Stadttaube. Zugleich erinnert sie daran, dass Vögel zu den verletzlichsten Lebewesen zählen und auch hierzulande viele Arten vom Aussterben bedroht sind. Welche Bedeutung haben Vögel für unsere menschliche Identität – und welchen Wert messen wir ihnen in unserer Welt bei?

Freuen Sie sich auch immer, wenn Sie Vögel singen hören? Ob in der Stadt oder auf dem Land: Vögel sind unsere Nachbarn. Doch während wir an die Erde gebunden sind und nur zum Vergnügen singen, bevölkern sie die Lüfte und markieren mit ihren Stimmen und Gesängen Reviere. Wir sind zwar häufig von Vögeln umgeben, doch wie gut kennen wir sie? Was nehmen wir wahr, was übersehen wir? Was bedeuten sie uns, und wie leben wir mit oder neben ihnen? Welche Folgen hat unser Tun und Lassen für sie? Wie auch immer wir Menschen handeln, wir sind in Kontakt – manchmal unbemerkt, manchmal lange nachwirkend. Die Skulpturen, Filme, Fotografien und Gemälde dieser Ausstellung folgen Fluglinien, Gesängen und Schwarmbewegungen; sie erzählen von Faszination, von unzähligen Beobachtungsstunden und dem Wunsch, zu verstehen – aber auch von Trauer und Kritik.

Gerade weil wir so eng mit ihnen zusammenleben, spiegeln Vögel die zwiespältigen Beziehungen zwischen Menschen und anderen Tieren besonders klar. Haushühner sind biologisch die erfolgreichsten Vögel weltweit, aber die meisten von ihnen werden nicht artgerecht gehalten. Stadttauben spalten die Gemüter. Seit Jahrzehnten geht die Anzahl der Wildvögel zurück. Und während vogelfreundliche Gärten, Wasser- und Futterstellen von Zuneigung, Verantwortung und Fürsorge erzählen, zeugen ausgeräumte Landschaften und steinige Städte von Zielkonflikten, die es zu lösen gilt. Schutzmaßnahmen nutzen nicht nur Vögeln, sondern am Ende auch uns Menschen. Nicht zuletzt zeigen wissenschaftliche Studien, dass die Anwesenheit von Vögeln gesund und glücklich macht. 

Mit dieser Ausstellung laden wir Sie dazu ein, Vögeln auf Augenhöhe zu begegnen – im übertragenen und zuweilen auch im wörtlichen Sinn (etwa in Form der über zwei Meter großen Goldammer-Skulptur von Matthias Garff). Die Kunstwerke zeigen die Faszinationskraft der Vögel, sie spüren Vertrautheit nach und führen über Bekanntes hinaus. Einige Ausstellungsstücke schärfen den Blick für die „Vogelperspektiven“: Wie Vögel Räume bewohnen, wie sie kooperieren, kommunizieren, was sie träumen. Was erfahren wir, wenn wir den Vögeln zuhören? Wie verändert sich unser Blick auf die Welt, wenn wir aus der Vogelperspektive schauen?

Weitere Informationen und Fotos zur Ausstellung: Museum Sinclair-Haus – Vogelperspektiven

Museum Sinclair-Haus, 
Löwengasse 15, Eingang Dorotheenstraße
61348 Bad Homburg v.d. Höhe

Öffnungszeiten

Umbaupause vom 16.2.-21.3.26
Das Museum ist geschlossen.
 

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