
Gedicht. Ich sitz da und schreib. Vor meinem Fenster goldenes Obst. Alles ist Gedicht. An meinem Fenster gibts keine weißen Vorhänge. Auch dieses rote Laub an den Reblatten: Gedicht. Die Tigerkatze schaut mich an Ihr Auge: camera obscura. Grünes Geheimnis. An dich denk ich, die fortzog wie ein weißer Schwan über rote Wasser
(Srecko Kosovel, 1904 – 1926)

Ich war fast erschrocken, als ich die Daten des Dichters las. Nicht nur so jung gestorben , sondern so lange her. Das Gedicht wirkt viel moderner. Ich hätte nicht erwartet, dass es 100 Jahre alt ist!
Dein Bild gefällt mir ausnehmend gut. Die Farben sprechen mich sehr an.
Ja, ist es nicht faszinierend, wie manche wirklich „alte“ Gedichte geradezu zeitlos wirken. Nicht einer bestimmten Zeit oder Epoche zugehörig, sondern Zeit und Raum geradezu zu überwinden scheinen?
Mir erging es wie dir. Habe gesehen, wie jung er verstorben ist, und wann das Gedicht geschrieben wurde.
Ich danke dir sehr für deine Worte. Liebe Grüße
Your work engages as an exotic landscape. I am enjoying the beholding.
Thank you so much, Christopher!