
Im Zentrum von Petra Metzners konzeptionellem Ansatz steht der Dialog mit der Natur und ihrem oft fragilen Zusammenspiel verschiedener Elemente. Ihre Arbeit „Vereintsamt“, in der sich hunderte kleiner Formen zu zwei verschlungenen Strängen formieren, thematisiert nach Metzner die „zarte Resilienz im fragilen Mit- und Gegeneinander im Kosmos der Natur“. Dabei umgarnen sich die Stränge „gleich dem DNA-Doppelhelix-Strang, durch den das genetische Material aller lebenden Organismen codiert und über Generationen hinweg weitergegeben wird“. Metzners intensive Auseinandersetzung mit der Natur bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte zum kulturgeschichtlichen Erbe der Region, etwa zu Johann Wolfgang von Goethe und seiner Metamorphosenlehre, zum Jenaer Naturforscher und Künstler Ernst Haeckel sowie zum Maler und Fotografen Paul Dobe, der 1919/1920 kurzzeitig am Weimarer Bauhaus lehrte. (Quelle: Klassik Stiftung Weimar)

Nach einem Studium an der Frankfurter Akademie für Kommunikation und Design studierte die in Jena geborene Petra Metzner bis 2019 Bildhauerei an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach am Main. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie bereits mehrfach Preise und Stipendien. Zuletzt hielt sie sich 2024 im Rahmen einer Residency an der Höchster Porzellan Manufaktur auf.

Ich habe Petra Metzner auf Instagram entdeckt und ihre Arbeiten erinnern mich teils an meine Sisyphos-Arbeiten mit Ton, wo sich auch Hunderte Tonkugeln zu einem Werk formieren. Allein die Geduld, welche man dafür haben muss……

Filigran und vielschichtig wirken ihre Arbeiten, die schon vermuten lassen wieviel Arbeit und Hingabe hineingeflossen ist. Solche Strukturen faszinieren mich und ziehen mich an.

