Vernissage am Samstag den 13. Dezember ab 17:00 Uhr im Künstlerloft 23 in De Ole School in Kooperation mit der Galerie Feinkunst Hamburg

Zur bereits dritten Residency im Künstlerloft in De Ole School laden Feinkunst Krüger und De Ole School herzlich ein. Diesmal zeigt der international bekannte Berliner Künstler Paul Pretzer seine, während der zweimonatigen Residency entstandenen, Malereien.
Pretzers Malerei beruht auf den Grundpfeilern Farbe und Form, ohne die jeder Inhalt lediglich Illustration bliebe. Der Bildinhalt umspielt diese Säulen und trägt zur Stimmung bei. Seine Ideen entstehen oft aus kunsthistorischen Bezügen und beginnen als Skizzen, die er so lange überarbeitet, bis sie bildwürdig sind. Beim Malen verändern farbliche und formale Entscheidungen oft die ursprüngliche Bildidee und führen zu neuen, überraschenden Entwicklungen. Dabei geht es ihm vor allem darum, ambivalente Stimmungen zu erzeugen und den Betrachter aktiv in den Betrachtungsprozess einzubeziehen. Sein Bildpersonal bewegt sich in einer Parallelwelt, die vertraut wirkt und neue Blickwinkel auf Bekanntes eröffnet. Zudem spielt er bewusst mit Erwartungen an altmeisterliche Malerei und veredelt Elemente der Popkultur und des alltäglichen Lebens. Die Spannung seiner Werke entsteht häufig aus der Diskrepanz zwischen Inhalt und Darstellung. Zu guter Letzt erweitern seine Bildtitel den Interpretationsraum, irritieren bewusst oder verleihen dem Werk eine besondere Note.
In seiner nun fast 20-jährigen Laufbahn als bildender Künstler hat Pretzer bereits viele Künstler-residenzen absolviert – unter anderem in Omaha (Nebraska), in Tartu in Estland, dem Land, in dem er geboren wurde, oder in Blairemore am Fuße der Rocky Mountains in Kanada, um nur einige zu nennen. Nun ist er also für zwei Monate in De Ole School und arbeitet im schönen Hohwacht. Sein Kunststudium hat er an der Muthesius Hochschule in Kiel begonnen und ist danach an die HfBK Dresden gewechselt, hat aber seitdem ein inniges Verhältnis zu Schleswig-Holstein behalten. Deshalb freut er sich umso mehr, wieder hierher zurückkehren zu können.
In dieser Ausstellung widmet sich Pretzer in erster Linie einer Serie von Porträts einer rothaarigen Person, die mit entrücktem Blick alltäglichen Tätigkeiten nachgeht, die durch kleine Veränderungen ein surreales Moment erhalten. Wenn Sie am 13.12. ab 17 Uhr zum Open Studio kommen, erzählt er Ihnen die Geschichte eines rothaarigen Menschen, der – ohne es zu wollen oder zu wissen – sein Leben grundlegend verändert hat. Dazu gibt es aber auch Bilder mit Plattfischen (und anderen), die er hier in der Hohwachter Bucht gefischt hat. (Quelle: Feinkunst Galerie Hamburg)
Weitere Informationen zur Ausstellung: Paul Pretzer – Why does it feel so good? – Feinkunst Krüger und Künstlerstipendium De ole School: Kreativität in Hohwacht
De ole School – Am Buchholz 1 – 24321 Hohwacht

This is a beautifully written and engaging introduction to Paul Pretzer and his residency. It conveys not only his artistic practice with clarity and depth, but also a real sense of atmosphere around his work and the place itself. The way Pretzer’s process is described—rooted in color and form, open to transformation, and rich in ambiguity—invites genuine curiosity and prepares the viewer to look actively rather than passively. I especially appreciate how the text connects his international career with his personal ties to Schleswig-Holstein, giving the residency a feeling of both return and continuity. The glimpse into the portrait series and the subtle surrealism of everyday moments is intriguing, and the mention of locally inspired works adds a wonderful sense of place. Overall, this appreciation feels thoughtful, informative, and warmly inviting to the exhibition.
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