Zyklen & Übergänge – Meine wachsende Werkreihe

Wer meinem Blog schon lange folgt, weiß, dass ich eigentlich immer semi- und abstrakte Strukturbilder gemalt habe und hier mein bevorzugtes Material Marmormehl und Sumpfkalk waren. Aber ich habe auch noch weitere künstlerische Bereiche, die mich beschäftigen: wie die keramischen Bildobjekte, Installationen, Papierarbeiten und Objekte.

Seit etlichen Jahren begleitet mich die Werkreihe „Zyklen & Übergänge“. Ihren Ausgangspunkt bilden quadratische Untergründe mit einer runden Mitte – eine klare, zugleich spannungsvolle Form, in der Gegensätze zusammenfinden.

Aufgefangen | Steinmehl, Pigmente, Schlagmetall silber, Keramik auf Leinwand | 2026 | 30x30cm | Manuela Mordhorst

Die Mitte gestalte ich meist mit Keramik, Ton oder eben auch selbst hergestelltem handgeschöpften Papier. Was zunächst schlicht klingt, ist in der Umsetzung ein anspruchsvoller Weg: von der ersten Idee über zahlreiche Arbeitsschritte bis hin zum fertigen Werk. Bei einer Ausstellung beschrieb eine andere Künstlerin meine Arbeiten kürzlich als „unaufdringlich spirituell“ und bezeichnete sie eindeutig als Assemblagen. Der Begriff bedeutet „versammeln“ oder „zusammenfügen“ und trifft meinen künstlerischen Anspruch tatsächlich sehr gut. Bis dahin nannte ich die Werke Bild- oder Wandobjekte – heute empfinde ich „Assemblage“ als die passendere Bezeichnung.

Bild links: Lacus | Steinmehl, Pigmente, Schlagmetall silber, Resin, Keramik auf Leinwand | 2026 | 60x60cm | Manuela Mordhorst

Bild rechts: Erinnerungsfragmente | handgeschöpftes Papier aus Baumpilzen, Flechten, Beize | 2026 | 50x50cm | Manuela Mordhorst

Threads of the afterlife | handgeschöpftes Papier, Fasern, Fäden, Blattgold auf runder Leinwand | 2026 | Durchmesser 100cm | Manuela Mordhorst

Die Untergründe werden meist mit Steinmehlen grundiert und anschließend mit Pigmenten weiterbearbeitet. Darauf folgt die Vergoldung. Die Liebe zu dieser Technik und auch die Fähigkeit dazu habe ich von meinem Vater geerbt. Vergoldete Spiegel, Rahmen und Bücher waren immer Teil meiner Umgebung. Nun führe ich diese Tradition auf meine eigene Weise fort.

Equilibrium | Steinmehl, Pigmente, Schlagmetall gold, Keramik auf Leinwand | 2026 | 40x40cm |Manuela Mordhorst

Während mein Vater das Blattgold perfektionistisch aufbrachte und es mit dem Achatstab zum Hochglänzen brachte, arbeite ich bewusst freier und unregelmäßiger. Häufig verleihe ich dem Gold mit Pigmenten – bevorzugt Kasseler Braun – eine antike, lebendige Anmutung.

In Turba – In der Menge | Steinmehl, Pigmente, Blattgold, Schellack, Keramik auf Leinwand | 2026 | 30x30cm | Manuela Mordhorst

Die Werke werden zunehmend detaillierter und anspruchsvoller. Ihre Herstellung erfordert viel Geduld, schenkt mir aber ebenso viel Erfüllung.

Notatum | Steinmehl, Pigmente, Schellack, Keramik auf Leinwand | 2026 | 40x40cm | Manuela Mordhorst

Das sind alles meine neuesten Werke aus diesem Jahr. Aktuell arbeite ich an einem großformatigen Werk um meine ältere Serie fortzusetzen.

Diese und ältere Arbeiten sieht man in Kürze u.a. im

Schloss Wiligrad im Rahmen der 36. Kunstbörse

in der Galerie Franz Kröger in Kühlungsborn

GalerieSalon der Gedok NDSHannover im Rahmen der ‚formhoch³‘ Ausstellung

und

Der Galerieladen in Magdeburg im Rahmen der ’30 zum Quadrat‘ Ausstellung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert